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Styleguide der Saorsa

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Group of free Celts Foren-Übersicht -> IT-Planung & Geschichten (Larp, nicht historisch)
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Caitlin
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.08.2011
Beiträge: 819


Wohnort: Bavaria
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BeitragVerfasst am: 09.09.2011 11:11    Titel: Styleguide der Saorsa Antworten mit Zitat

Frühe Inselkelten



Absolute No-Go's:

Bedenkt immer: Ein antiker Kelte hat mit dem mittelalterlichen Vorstellung eines Schotten, Iren, ect. nicht viel gemein. Sie waren vielleicht nicht unzivilisiert, aber auf alle Fälle „barbarisch“ – und nach heutiger Moral in vielen Dingen inkorrekt, widerlich und grausam. Ein zahmer Streichelkelte ist kein Kelte! Das heißt nicht, dass man sich zu benehmen hat wie der letzte Arsch – nein, Ehre, Mut und vor allen Dingen das Gastrecht waren existentiell – aber die heutigen Moralvorstellungen von Ehre gehen nicht unbedingt mit denen von früher konform. Ehre heißt nicht, sich aus heutiger Sicht heldenhaft und aufrichtig zu verhalten, sondern bestimmte Regeln unter keinen Umständen zu durchbrechen.
Hinzu kommt, dass die Kelten absolut gottesfürchtig waren: Verletzung des Gastrechts, Feigheit, Beleidigen oder Ignorieren eines Druiden – das sind nach keltischer Sicht absolute No-Gos. Wer dem zuwiderhandelt, hat seine Ehre verwirkt und somit keine Rechte mehr.

Kleidung für den Herrn:

Oberbekleidung:
In Irland üblich war das Leine, einer Art längerer Tunika, die nur selten von einer Hose ergänzt wurde. Ebenfalls möglich ist natürlich eine einfache oder karierte Tunika, gern auch ärmellos, darüber nach Wahl ein kariertes Plaid (am besten im Clanstartan), das wie eine Schärpe über der Schulter gefibelt wird und unter den Gürtel kommt. Am besten eignet sich hierzu ein Tuch mit den Maßen 1,50x1,50m. Zu einem Kilt kann natürlich auch ein grobes Hemd getragen werden, dann aber nach Möglichkeit ohne geraffte Ärmel.



Beinkleid:
Für einen Schotten natürlich möglich ist hierbei ein Belted Plaid, also ein Kilt, der einfach aus einer langen Bahn Stoff besteht, und wie der einfache Plaid über der Schulter gefibelt wird. Dazu getragen werden sollten Beinwickel aus Fell oder Stoff. Für die Tunikaträger empfiehlt sich natürlich eine karierte Hose, die am Bund und an den Knöcheln durch Kordeln gerafft wird.



Zum Drüberziehen/ Wenn's Kalt wird:
Jeder ordentliche Kelte sollte natürlich auch über einen karierten Rechtecksumhang verfügen (ebenfalls an der Schulter gefibelt). Nach Bedarf und Stand kann dieser natürlich mit Fell und Futter aufgepeppt werden. Zum sonstigen Warmhalten bietet sich eine Wolltunika an.

Kopf:
Zu einem wilden Kelten passt kein Barett. Möglich sind geflochtene Stirnbänder aus Leder, Perlen und Federn im Haar in Form von schmalen, geflochtenen Zöpfen. Ich muss zugeben, ein wirklich passender Keltenhut ist mir bis jetzt noch nicht begegnet.

Schuhwerk:
Bundschuhe, Holzschuhe und ähnliches knöchelhohes Schuhwerk gehen wunderbar konform mit einem keltischen Erscheinungsbild. Auch Römersandalen sind vereinbar. Unpassend dagegen sind Stiefel.

Ausdrücklich nicht erwünscht:
Bei einem wirklich frühen Kelten hat ein Early Kilt (also ein gebügelter, in Falten gelegter Kilt ohne "Schulterzusatz") nichts verloren. Diese Kiltform trat erst im neunzehnten Jahrundert auf und ist für einen Kelten schlichtweg zu modern. Ebenfalls unerwünscht sind hochmittelalterliche Schnitte, wie zum Beispiel Waffenröcke und Gambesons. Mit einem solchen wird man euch einfach nicht mehr als "Antik" erkennen.

Kleidung für die Dame:

Oberbekleidung:
Für die Dame ebenfalls möglich sind Tunika und Leine mit Plaid. Ein typisches, keltisches Frauengewand ist der so genannt "Peblos": Wenn man es so will, ein Sack, dem der "Boden" und ein Teil der Seiten aufgetrennt sind.  Der Peblos wird so an den Schultern je rechts und links gefibelt, dass über Brust und Rücken je ein breiter Stofflappen von etwa zwanzig bis dreißig Zentimetern Länge fällt. Er ist in der Länge variabel und wird meistens über einem einfachen Untergewand getragen. Natürlich genügt auch ein schlichtes Kleid, dann jedoch mit einfachem, weiten Schnitt, sodass es nicht mittelalterlich, sondern eher einfach wirkt. Anstelle eines Peblos lässt sich auch ein "Wikingerkleid" verwenden: Dieses besteht aus zwei langen Schürzen (eine vorne, eine Hinten), die an den Schultern durch zwei Träger und an der Seite eventuell durch eine Schnürung verbunden werden. Um sich von den Wikingern abzuheben, sollte dieses Kleidungsstück nach Möglichkeit kariert sein.



Beinkleid:
Für Frauen ohnehin unüblich. Wenn es natürlich sehr kalt ist, sind Beinwickel und Hose natürlich eine Option. Eine Tunika mit Rock ist ebenfalls möglich, zum Reiten und Reisen darf auch eine karierte Hose darunter. Übrigens existiert auch eine weibliche Form des Belted Plaid: der so genannte Arisaid. Er wird auf dieselbe Weise wie der Plaid gewickelt, ist aber wesentlich länger. Ein Gewand, das deutlich kürzer ist als bis zu den Waden, schickt sich nämlich absolut nicht. (Ausnahme vielleicht - aber auch wirklich Ausnahme -: In der Schlacht.)



Zum Drüberziehen/ Wenn's Kalt wird:
Hier gilt dasselbe wie für den Herrn. Zusätzlich bietet sich für die Dame natürlich noch ein kuschliges Schultertuch aus Wolle an, dass auch als "umfassendes" Kopftuch getragen werden kann.

Kopf:
Dito. Was Frisuren angeht, so ist eigentlich alles möglich, was nicht zu hochgestochen aussieht. Besonders typisch ist ein Knoten im Nacken, aber auch ein einfacher geflochtener Zopf ist möglich – am keltischsten ist jedoch die Variante: Offen mit kleinen Zöpfen.



Schuhwerk:
Auch hier gilt dasselbe wie für die Herren.

Ausdrücklich nicht erwünscht:
Kurze Röckchen. Nicht einmal eine keltische Prostituierte würde sich da hineinwagen. Corsagen, die keine Rüstungen sind sowie sehr eng anliegende, mittelalterliche Kleider trägt keine Keltin. Es ist wahr, sonderlich figurbetont oder sexy ist die keltische Mode nicht, aber das sollte auch nicht das Ziel sein.

Accessoirs:

Schmuck:
Die Kelten waren eitel und gottesfürchtig und demnach mit sämtlichem Klimbim behangen. Und wenn das Geld für Gold und Silber nicht da ist, dann eben aus Ton und Leder. Amuelette können göttliche Symbole (Hirsch, Kessel, Rabe) oder Oghamrunen zeigen. Runenstöckchen, einfache Edelsteine, Federn, Perlen aus Holz, Keramik,  Bernstein oder – für die ganz edlen –  Korallen oder Glas – alles kommt in die Haare, um den Hals, um die Arme. Hierbei schön und beliebt sind Reifen für den Oberarm. Ein absolutes Muss für jeden Krieger und jede Kriegerin ist der Torques – ein Halsreif. Dieser ist sein Statussymbol und macht ihn als Krieger erkenntlich. Nur, wer die Kriegerweihe erhalten hat, ist berechtigt, ihn zu tragen.

Denkt daran: Ihr wollt allein zeigen, wer ihr seid. Und Mithilfe von Schmuck geht das nun mal am besten!
Bedenkt bloß bei allem: Die Kelten mögen geschickte Schmiede gewesen sein, doch an die "Filigranität" der heutigen Schmuckstücke werden ihre Künste trotz allem nicht heranreichen. Grobe Arbeiten machen mehr her, als Schmuck, dem man eindeutig ansieht, dass er den Brennern und Lötkolben heutiger Schmieden entstammt. Die modernen hübschen, kleinen Anhänger mit keltischen Motiven, die man in sämtlichen Mittelaltershops kaufen kann, eignen sich also in der Regel nicht.

Statussymbole:
Den Torques habe ich ja bereits angesprochen. Auf die gleiche Weise ist die Sichel das untrügliche Zeichen eines Druiden. Auch eine Kelle oder ein Kessel am Gürtel kann davon künden. Ein König oder Fürst wird seinen Status durch einen Stirnreifen aus einem Edelmetall preisgeben und sein Erscheinungsbild mit Pelzen und teurem Schmuck unterstreichen.



Körperbemalung/Warpaint:
Eitel, wie die Kelten waren, verfügten sie tatsächlich über Schminke wie Lippenrot und Kohlestift zum Schwärzen der Brauen, Augen und Zähne. Solche Dinge jedoch sind teures Spielzeug, daher wird einer solchen Verschönerung nicht jeder Anlass geltend genug sein. Wird dagegen das Kriegshorn geblasen, so heißt es, aufmotzen, was das Zeug hält. Der Krieg ist eine heilige Handlung, dementsprechend angerichtet muss man da auch sein. Der Körper kann ganz nach Belieben mit Kalk und blauer Farbe bemalt werden, einerlei ob einfarbig oder gemustert (zum Beispiel mit den Symbolen der Götter) – man will schließlich einen schrecklich-schönen Eindruck hinterlassen. Der Kalk (oder alternativ: einfach weiße Schminke) wird übrigens auch in die Haare geschmiert, so dass diese beim Kämpfen nicht stören und das ganze noch umso gräulicher aussieht. Das i-Tüpfelchen der Kriegsbemalung ist ein kräftiger Spritzer des Blutes eines Opfertieres, der üblicherweise durch einen Druiden erteilt wird.



Bewaffnung/ Rüstung:

Waffen:
Die Hauptwaffe eines Kelten ist der Speer. Da dieser aber im Larp wenig Einsatz findet, müssen wir wohl hauptsächlich auf das Schwert zurückgreifen. Dieses sollte einhändig führbar und daher nicht zu lang sein. Typisch waren kurzer Stichschwerter (die wir natürlich als Hiebwaffe nutzen) in Verbindung mit Schilden. Der typische Keltische Schild ist lang und oval oder rechteckig, häufig mit eine Art „Stamm“ in der Mitte versehen. Ein Rundschild ist aber ebenso möglich, wie es Stämme gibt, die Schilde ganz und gar verpönen, da sie es als „feige“ erachten, sich dahinter zu verstecken. Nicht tauglich sind zweihändige Waffen (mit Ausnahme von Streitäxten), Streitkolben, Griffkorbschwerter, Rapiere, Schusswaffen generell (außer zur Jagd natürlich), Säbel ect.

Rüstung:
Generell ist eine Rüstung was für Schlappschwänze. Wer mutig ist, zieht nackt. Die „Feigen“ hüllen sich natürlich in Leder – auf keinen Fall in Eisen. Ausnahme bildet Kettengeflecht – das kannten die Kelten. Allerdings ist es etwas für den reichen Mann – hier wäre ein Verlust zu tragisch, und der kann es sich leisten. Wer sich ansonsten in ein Kettenhemd verkriecht, der tut es, weil er sonst nichts kann! Ein Helm ist natürlich absolut vetretbar. Diese sind rund oder nach oben hin trichterförmig zugespitzt, können aus Leder, Bronze, Messing oder Eisen bestehen, mit Hörnern, Flügeln, Fell oder Pferdehaar verziert sein. Einen Helm zu tragen, zeugt ausnahmsweise nicht von Feigheit, sondern ist ein Schritt der Vernunft - über den eine sehr mutiger Krieger natürlich trotz allem erhaben sein kann! Des weiteren ist er natürlich eine weitere möglichkeit, seinem Status Ausdruck zu verleihen.

Ausdrücklich nicht erwünscht:
"Moderne" Waffen, "moderne" Rüstung. Das heißt natürlich Platte und alle Waffen, die sich eindeutig einem späteren Zeitalter zuordnen lassen (siehe Waffen).

Materialien:

Zur Wahl der Materialien/Stoffe:
Generell ist hier natürlich alles möglich, was aus der Natur kommt: Holz, Leder, Ton, Horn, Knochen. Stoffe sollten schwer grob gewebt sein, also Leinen und grobe Wolle. Wer sich feines Leinen leisten kann, ist ein König. Und einen Weg, Wolle fein zu verarbeiten, kennen wir noch nicht. Eisen ist ein teurer Rohstoff, der für Waffen verwendet wird, und nicht für Alltagsgegenstände. Gegen einen Plastikkamm, der eindeutig wie Knochen oder Horn aussieht, wird auch keiner etwas einzuwenden haben.

Erwünschte Muster:
Das ist einfach zu beantworten: Kariert, wo es nur geht. Zwar heißt es bei den Römern, dass die Kelten zu grellen Farbkombinationen neigten, aber bedenkt: Zu der damaligen Zeit ist selbst lindgrün schon grell. Daher darauf achten, dass es sich um eher gedeckte und getrübte Farben handelt. Das Muster des Tartans sollte nicht zu vielschichtig sein und möglichst nicht weiß zur Hintergrundfarbe haben, ansonsten sieht es schnell nach Küchenhandtuch aus.
Grundsätzlich gilt: JE MEHR KARRIERT IST, DESTO BESSER!

Ausdrücklich nicht erwünscht:
Künstliche Materialien, feinmaschige oder edle Stoffe (selbst ein edler Kelte kennt keinen Samt und Seide ist etwas für Römer und Festlandluschen!), zu viel Metall, zu vielschichtige Karomuster, „Küchenhandtuch-Kariertes“.

Anmerkung zur Kultur/Lebensweise/Sozialstruktur/Berufswahl:

Bei den Kelten herrscht eine ausgeprägte Hierarchie von Freien, Halbfreien und Unfreien. Sklavenhaltung ist daher vertretbar. In der Hierarchie steht der Druide über dem König, der König über dem Krieger, der Krieger über dem Handwerker und der Handwerker über dem Bauern. Wenn es um Götter und Rituale geht, so ist auch ein Menschenopfer kein moralischer Bruch, allerdings sollte dies nicht aus niederen Anlässen geschehen. Heilig sind das Gastrecht und der Krieg.

Mehr zu den Themen im unteren Post „Lebensweise und Glaube“

Nützliche Links:

http://www.enzyklopaedia-eire.de/
http://ogham.abhyanga.de/
http://www.mcginleyclan.org/

(diese Zeilen schrieb Dárbhean am 02.09.10 im DF-Stämmeforum)



Rechtlicher Hinweis:
Die hier gezeigten Fotos sind folgenden Seiten entnommen:
http://www.swfn.de
http://www.judeheaton.co.uk
http://www.syriel.de
http://www.tartansauthority.com
http://www.saarlarp.de
http://members.ozemail.com.au/~chrisandpeter
http://www.taerrah.de
http://100-hairstyles.freidenkerin.de
http://www.vinland-shop.de
http://www.antikefan.de

_________________
Lieber stehend sterben,
als kniend leben !!!

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BeitragVerfasst am: 09.09.2011 11:11    Titel: Re:


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