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Caitlin

 
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Caitlin
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 22.08.2011
Beiträge: 819


Wohnort: Bavaria
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BeitragVerfasst am: 26.08.2011 10:29    Titel: Caitlin Antworten mit Zitat

Mein Name ist Caitlin und ich bin vor mehr als 30 Sommern im Clan der MacFarleys in Crannochmuir in Schottland geboren und aufgewachsen, dem Land, in dem schon unsere Großväter und deren Großväter wohnten. Ich habe noch 3 ältere Brüder, aber speziell Aidan, der Jüngste von ihnen, lag mir immer besonders am Herzen, da er nicht wie unser Vater der Meinung war, dass eine Frau nur an den Herd und ins Schlafzimmer gehört. Heimlich habe ich daher von Aidan Lesen und Schreiben gelernt, um unseren Vater nicht zu erzürnen.

Es hätte alles so schön sein können, doch es kam der Tag, an dem mich unser Vater dem keltischen Stammesfürsten der Icener versprach, den ich nicht einmal kannte und so musste ich unser Land im schönen Tal Glenmorane verlassen. Diese, von unserem Vater arrangierte Ehe war der Grund, warum ich zunächst mit Hass im Herzen meinem neuen Leben in einem weit entfernten Teil des Landes, noch dazu auf einer kleinen Insel, der Isle of Eigg, entgegen ritt und erst am Tage meiner Hochzeit sah ich meinen Mann das erste Mal.

Doch ich hatte Glück im Unglück. Drystan ap Seyssill war trotz seines hohen Standes gütig und gerecht und auch seine Stammesmitglieder brachten mir trotz ihrer, in meinen Augen oftmals barbarischen Lebensweise stets nur Achtung und Freundlichkeit entgegen, so dass ich alle sehr bald in mein Herz schloss und den Göttern für diese wunderbare Fügung dankte. Bei wichtigen richterlichen Entscheidungen holte Drystan oftmals meinen Rat ein, denn ihm war wichtig, was ich darüber dachte. Einige Jahre lebte ich so glücklich und zufrieden an seiner Seite, erlernte im Laufe der Zeit das Wissen um alte Heilkräuter und deren Kräfte und unser Glück wurde noch größer, als ich zudem noch 2 gesunden Töchtern das Leben schenkte; Gwyn und Thirrin.

Aber unser Leben sollte sich schlagartig ändern ...

Sie kamen heimlich in der Nacht ... die See war stürmisch ... und noch bevor die meisten unserer Krieger durch das Klingen der Schwerter wach wurden, waren bereits über die Hälfte von ihnen brutal erschlagen worden ... die Sachsen ... sie waren an unserer Küste gelandet ... sie waren einfach überall ... und es gab kein Entrinnen!

Drystan beschwor mich in dem wilden Durcheinander, mit unseren Töchtern und einigen wenigen Getreuen in die Berge zu fliehen ... über den Geheimgang, der in die unter dem Dorf liegenden Felsen geschlagen war, um dort Zuflucht in den Höhlen zu finden, in der wir normalerweise zu unseren Göttern beteten. Als ich mich weigerte, schlug er mich brutal - das erste Mal in seinem Leben - und ich ging blutend zu Boden. Trotzig blickte ich zu ihm auf. „Geh“, herrschte er mich an, „oder ich bringe Dich um, bevor SIE es tun können. Geh und rette wenigstens unsere Töchter!“ Nie hatte ich ihn so zornig erlebt ... und gleichzeitig so gefährlich. Weinend und zu Tode erschrocken raffte ich ein paar warme Decken, Proviant und einen Sack voller Münzen zusammen und kroch mit den Kindern, einer Handvoll zitternden Frauen und 2 seiner Kriegern in den Gang, wohl wissend, dass ich meinen Mann und seinen Stamm nie wiedersehen würde, während er mit dem Schwert in der Hand unsere Flucht sicherte, um sein Leben für uns zu geben ...

Wir blieben fast 2 Wochen in den Höhlen, ehe wir sicher sein konnten, dass die Sachsen auch wirklich fort waren. Erst dann kehrten wir in unser Dorf zurück, über dem bereits der Geruch des Todes schwebte. Alles was die Sachsen nicht auf ihre Schiffe hatten verladen können, war unbrauchbar gemacht und getötet worden. Am meisten bekümmerte mich jedoch, dass Drystan und seine Dorfbewohner nicht einfach nur getötet, sondern aufs Grausamste verstümmelt worden waren. Die Frauen hatte man geschändet und gefoltert und anschließend halbtot von den Klippen gestoßen. Dies war keine ehrenvolle Schlacht gewesen, sondern ein sinnloses Gemetzel. Um alle Toten zu bestatten, wie es uns die Götter gelehrt hatten, vergingen mehrere Tage, bei denen wir an den Rand unserer Kräfte gelangten.

Tage der Verzweiflung ... Tage der Trauer ... Tage der Wut!

Und noch an Drystans Grabe schwor ich beim Namen unserer Götter blutige Rache und dass niemals wieder ein Mann ungestraft Hand an eine wehrlose Frau legen würde!

Dann brachen wir auf und kehrten dem Dorf den Rücken. Ich war entschlossen, in das Land meiner Väter zurückzukehren, denn die vergangenen Tage hatten gezeigt, dass meine neue Heimat nicht sicher genug war, als dass meine Töchter dort hätten unbeschwert aufwachsen können.

Nach vielen Stunden der Wanderschaft konnte ich für uns ein paar Packpferde bei einer Herberge auf dem Gebiet der Trinovanten abkaufen, denn der Weg nach Hause wäre zu Fuß sonst viel zu weit gewesen. Doch auch zu Pferde kamen wir nur langsam voran und erreichten erst nach ein paar Wochen völlig entkräftet Crannochmuir. Noch während Aidan und seine Gefolgsleute uns aus dem Sattel halfen, brach ich in seinen Armen zusammen. Erst nach Tagen war es mir möglich, zu erzählen, was sich seit meinem Fortgang alles ereignet hatte.

Doch auch Aidan hatte schreckliche Neuigkeiten für mich:
Kurz nach meinem Aufbruch waren Fremde in unser Dorf eingefallen und hatten alle erschlagen und auch unsere Eltern sowie Allan, einer unserer Brüder, hatten dabei den Tod gefunden. Unser ältester Bruder blieb jedoch verschollen. Die wenigen Überlebenden, die während des Überfalls mit unseren Schafen und Rindern hoch oben auf den Hochlandweiden waren, fanden unsere Burg nach ihrer Rückkehr zerstört und die Äcker verbrannt vor, begannen jedoch sogleich mit dem Neuaufbau und nahmen seither viele neue Clansleute auf. Der Ertrag durch die Rinder und Schafe sicherte das Überleben und so wuchs der Clan zu neuer Größe heran.

Aidan war überglücklich, dass wir am Leben waren und schloss meine Töchter sogleich in sein Herz. Doch ich lehnte sein Angebot, bei ihm auf der Burg zu wohnen ab, denn ich wollte nicht wieder von einem Manne abhängig sein, sondern meinen eigenen Weg gehen. Den Weg, den ich in Drystans keltischer Familie erlernt hatte.

So erhielt ich von Aidan ein Stück Land im Tal, wo ich mich mit den wenigen keltischen Überlebenden niederlassen und das Land selbst bewirtschaften konnte. Wir trieben regen Handel mit eisernen und bronzenen Waffen, Tongeschirr und Schmuck und ich führte meinen Stamm damit gut und gerecht durch die kommenden Jahre und mehrte unseren Reichtum, wie ich es von Drystan gelernt hatte. Im Laufe dieser Zeit lernte ich von Aidan aber auch den Umgang mit dem Schwert, wofür ich ihm unendlich dankbar bin. Aidan sagte immer, „Man weiß nie, wann einmal der Tag kommt, an dem man sein Leben und seine Familie verteidigen muss und dann ist es gut, wenn man darauf vorbereitet ist“. Und ich weiß nur zu gut, wie schnell dieser Tag kommen kann und habe dieses Wissen daher an meine Töchter weitergegeben.

Mein Herz blutet noch immer, wenn ich an das Verlorene denke und es ist gelogen, wenn man behauptet, dass die Zeit alle Wunden heilt. Mittlerweile sind meine Töchter im heiratsfähigen Alter, doch ich werde sie niemals zwingen, Jemanden zu heiraten, den sie nicht einmal kennen. Sie sind frei, ihren Weg selbst zu wählen, egal wohin er sie auch hinführen mag.

Unser Weg bis hierher war steinig und hart. Wir haben gekämpft und geblutet. Doch viele neue Krieger haben mittlerweile den Weg zu uns gefunden und begleiten uns seither. Von den Göttern geleitet halten wir an dem fest, was uns im Leben am Wichtigsten geworden ist:

SAORSA - unser Wort für Freiheit in der Sprache unserer Ahnen!

Dies ist meine Heimat, hier gehöre ich her und hier will ich leben und weiterführen, was Generationen vor mir begonnen haben!

_________________
Lieber stehend sterben,
als kniend leben !!!

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BeitragVerfasst am: 26.08.2011 10:29    Titel: Re:


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