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Was ist LARP und was ist Reenactment?

 
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Caitlin
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Anmeldungsdatum: 22.08.2011
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BeitragVerfasst am: 21.02.2017 10:00    Titel: Was ist LARP und was ist Reenactment? Antworten mit Zitat

LARP:

Enzyklopädische Definition:

LARP heißt live action role playing (game), kurzum es ist ein Rollenspiel, das nicht im Kopf, sondern live, d.h. in der realen Welt, stattfindet. Die wörtliche deutsche Übersetzung des Begriffs "LARP" ist einfach "Live-Rollenspiel". Da sich die Wenigsten darunter auf Anhieb etwas vorstellen können, gibt es einige Umschreibungen wie z.B. "Improvisations-Charakterspiel" oder "historisches Laientheater".

Der Spieler verkörpert dabei eine Rolle ("Charakter"), indem er sich seiner Spielfigur entsprechend schminkt, kleidet, verhält und mit den anderen Spielern auf der Veranstaltung interagiert. Auf einem bestimmten Gelände bietet ein Veranstalter den LARPern gegen Entgelt die Möglichkeit, i.d.R. selbst erfundene Charaktere auszuspielen und auszuleben. Der Veranstalter sorgt für einen 'lebendigen' Hintergrund und Plots (d.h. Abenteuer, die erlebt werden können). Eigentlich geht es bei diesem Hobby nur um eines: Spaß! Umstritten ist, ob Larp als Kunstform gilt. Dafür spricht, dass es dem Improvisationstheater ähnlich ist und jedem begeisterten Laiendarsteller die Möglichkeit gibt, sich mit Rollen auseinander zu setzen und die durchgängige Darstellung von Charakteren zu trainieren. Im Unterschied zum Theater bekommen die Spieler Ihre Handlungen nicht vorgegeben, sondern sie sind in ihren Entscheidungen frei. Weiterhin findet die Spielhandlung nicht zur Unterhaltung eines zahlenden, passiven Publikums statt, sondern alle Teilnehmer nehmen aktiv am Spielgeschehen teil.

Es gibt verschiedene LarpGenres wie z.B. Fantasy, Science-Fiction, Western, Horror, Mantel & Degen, u.a. Da jedoch die meisten Larp-Veranstaltungen in einem Fantasy-Setting stattfinden, ist meistens "Fantasy-Larp" gemeint, wenn jemand von "LARP" spricht. Streng genommen steht der Begriff "Larp" aber weiterhin für das Hobby an sich, was alle Genres mit einschließt.

Quelle: http://www.larpwiki.de/LARP




Reenactment:

Reenactment (englisch für Wiederaufführung, Nachstellung) nennt man die Neuinszenierung konkreter geschichtlicher Ereignisse in möglichst authentischer Weise. Über den Weg der historischen Wiedererlebbarkeit soll Geschichte verständlich und erlebbar gemacht werden. Das historische re-enactment ist der zentrale Teil der von dem britischen Philosophen und Historiker Robin George Collingwood aufgestellten Theorie der Historiographie. Die Nachstellung von historischen oder sagenhaften Ereignissen geht allerdings bis in die Antike zurück.

Beschreibung:

Nach der Theorie der Historiographie besteht beim Reenactment die Aufgabe darin, auf Grundlage der überlieferten Quellen ein ganz konkretes historisches Ereignis aus der Vergangenheit möglichst authentisch zu rekonstruieren. Dabei sollen erneut die Gedanken und Intentionen der ursprünglich handelnden Akteure durchgespielt werden, die sich in den vergangenen Ereignissen ausgedrückt haben. Der wissenschaftliche Ansatz ist dabei die zentrale Voraussetzung für die Definition des modernen Reenactment.

Im englischsprachigen Raum wurde das Reenactment oft auf die authentische Nachstellung von militärhistorischen Schlachten reduziert und so von der Öffentlichkeit verstanden. Tatsächlich umschließt das Wort Reenactment auch zivile historische Inszenierungen, die auf historisch belegte Einzelereignisse zurückzuführen sind.

Neben unzähligen Vereinen, die sich in der Freizeit mit der Nachstellung authentischer historischer Ereignisse beschäftigen, haben sich auch kommerzielle Reenactment-Gruppen gebildet, die zu verschiedenen Anlässen vor Publikum auftreten. Dabei wird in erster Linie jedoch nicht das klassische Collingwood'sche Reenactment betrieben, sondern zumeist Living History. In der öffentlichen Diskussion aber auch bei vielen Gruppen verschwimmen diese beiden verschiedenen Darstellungsweisen der Geschichtsinterpretation, was daran liegt, dass es oftmals zu Überlagerungen bei beiden Inszenierungen kommen kann.

Personen, die sich mit Reenactment beschäftigen, werden in der Szene umgangssprachlich als Reenactors bezeichnet.


Begriffsproblematik, Überschneidungen mit anderen Interpretationen:

In der öffentlichen Auseinandersetzung werden die verschiedenen Begriffe des „Spiels mit der Vergangenheit“ häufig verwechselt. Während einige Veröffentlichungen zum Thema Freizeitveranstaltungen das Reenactment auf die Darstellung von Schlachten verkürzen, werden in pädagogischen Schriften Reenactment, LARP und Reenlarpment zu Unterpunkten der Living History.

Im Zusammenhang mit dem Reenactment kann auch die Experimentelle Archäologie stehen. Viele Historiker sehen in beiden Arbeitsweisen eine mögliche Plattform geschichtliche Erfahrungen zu sammeln und wertvolle Experimente durchzuführen. Beide Formen haben in der Vergangenheit bereits Hand in Hand gearbeitet oder sich zumindest ausgetauscht.

Im Unterschied zum zeit- und ortsgebundenen Reenactment, das höchsten Wert auf wissenschaftliche Authentizität legt, nähert sich das ganz im Spiel- und Spaß-Bereich angesiedelte Live Action Role Playing (LARP), wenn es auf historische Ereignisse zurückgreift, eher dem Histotainment an, mit dem Reenactment ebenfalls nicht verwechselt werden darf. In vielen Medien und Publikationen verschwimmen Histotainment und Reenactment oft oder werden gar als Synonyme verwendet. Reenactment kann allerdings auch Teil eines Histotainments werden, wenn seriöse historische Dokumentationen darauf Wert legen. Neben dem Wort Histotainment haben sich auch Synonyme wie Edutainment und – speziell für den Dokumentarfilm – Dokutainment gebildet.

Auch beim LARP, einer Form von Fantasy-Rollenspiel, ist es von untergeordneter Bedeutung, tatsächliche historische Ereignisse nachzustellen oder mit tatsächlichen geschichtlich nachgewiesenen Ausrüstungsgegenständen zu agieren. Dennoch hat sich für diese sehr freie Form der historischen Interpretation das Kunstwort Reenlarpment herausgebildet. Dies kann bisweilen zu Verwechslungen führen.

Oftmals mit Reenactment verwechselt wird Battle Display. Hierbei handelt es sich um das Sammeln von militärischen Gegenständen in Verbindung mit einer fotografischen oder filmischen Inszenierung. Der Hauptschwerpunkt liegt hier bei modernen, oftmals aktuellen militärischen Einheiten, die meist von Einzelpersonen anhand von Fotos rekonstruiert werden. Der Ursprung dieses Hobbys liegt im asiatischen Raum, entstanden aus dem dort beliebten Sammeln und Modifizieren von 1:6-Miniaturen.

Seit dem Historikertag 2002, auf dem auch die Spielszenen in den historischen Dokumentationen des Fernsehjournalisten Guido Knopp untersucht wurden, bezeichnet Histotainment die unwissenschaftliche und zweifelhafte Darstellung angeblicher historischer Gegebenheiten. Dazu gehören auch Computerspiele, vermeintliche Mittelaltermärkte, Themenparks oder Reality-Soaps, bei der Bewerber durch Rollenspiele in historischen Kulissen vermeintlich authentische Erfahrungen mit der Vergangenheit sammeln können. Kritiker des Histotainments sehen die besondere Gefahr darin, dass ein unvoreingenommenes Publikum nicht in der Lage ist, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden. Geschichte, die in den Händen von Produzenten bzw. Regisseuren liege, werde zur Mixtur aus „Gefundenem und Erfundenem“, die nach den Maßgaben der Verantwortlichen geformt werden könne. So würden falsche Geschichtsbilder in den Köpfen der Menschen erzeugt, die im schlimmsten Falle einem modisch, intellektuell bzw. politisch vorherrschenden Zeitgeist entsprechen könnten.


Geschichte und Entwicklung:

Zu den verschiedensten Anlässen werden schon seit dem Römischen Reich mehr oder minder korrekte Historiendarstellungen nachgespielt. Besondere Beachtung in diesem Zusammenhang spielen die seit dem Mittelalter weit verbreiteten Passionsspiele um Leiden und Tod Jesu Christi. Zu Zeiten Kaiser Wilhelm II. kamen die unterschiedlichsten Historiendarstellungen und historischen Umzüge besonders hoch in Mode. Meist sollte an Persönlichkeiten und Ereignisse der deutschen Geschichte erinnert werden. Zumeist wurde damals ein romantisierendes Bild der dargestellten Epoche gezeichnet. Aus dieser Zeit hat sich unter anderem die seit 1903 mit rund 2.000 Teilnehmern veranstaltete Landshuter Hochzeit erhalten, bei der über Tage hinweg die bayerische Stadt Landshut und ihre Einwohner die 1475 geschlossene Hochzeit zwischen der polnischen Königstochter Hedwig und dem Landshuter Herzogssohn Georg feiern.

Im deutschsprachigen Raum liegen die Wurzeln der heutigen Reenactment-Szene, die sich seit den 1970er-Jahren gebildet hat, vornehmlich in England, wurden aber auch durch amerikanische Soldaten in Deutschland gefördert. Die seit 1980 veranstalteten Wallensteinfestspiele, bei der über eine Woche der Aufenthalt des Oberbefehlshabers der kaiserlichen Streitkräfte im Dreißigjährigen Krieg, Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (Wallenstein), im Jahre 1630 in Memmingen nachgespielt wird, sind mit rund 4.500 Teilnehmern das wohl größte regelmäßige „Reenactment“ der Welt.

Heute lassen sich bei der Rekonstruktion von Schlachten deutliche nationale- und kulturspezifische Unterschiede beobachten. So setzten in den USA und Großbritannien Historiker sowie Kultur- und Tourismusvertreter häufig Animationsmethoden und kostümierte Schauspieler ein, um für ein nationalgeschichtlich entfremdetes Publikum historische Ereignisse anschaulich zu machen.[10] Als Konzept des Militärtourismus ist das Reenactment daher in angloamerikanischen Ländern weniger umstritten als beispielsweise in Deutschland, da beim Reenactment oft eine Gratwanderung zwischen unseriösem Spektakel und wissenschaftlicher Geschichtsvermittlung stattfindet. In jüngerer Zeit haben sich in Amerika, insbesondere in Pittsburgh und Chicago, auch Gruppen aus der Freien Theaterszene auf kritische Weise der Darstellungsform Reenactment genähert, wobei hier nicht militärische Ereignisse, sondern solche aus der Arbeiter- und Protestbewegung im Fokus stehen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Reenactment

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Caitlin
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BeitragVerfasst am: 21.02.2017 10:52    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

LARP aus Sicht von Twilight:

Wollte nicht jeder schon einmal in die Rolle einer Romanfigur oder eines Filmhelden schlüpfen und dessen Abenteuer bestreiten? Hat nicht jeder schon einmal vor dem Fernseher mitgebangt und dem Filmcharakter „Tipps“ zugerufen? „Nein! Nicht diese Tür – nimm die andere...“


Der Erfolg von vielen Tischrollenspielen und Computerspielen basiert auf dem Prinzip mit der eigenen Spielfigur (dem sogenannten Charakter) interaktiv ein Abenteuer zu erleben und eine Geschichte zu lösen. Beim LARP geht es genau um das gleiche – nur, dass man nicht vor einem Bildschirm oder auf seinem Sofa sitzt, sondern selbst als Abenteurer durch enge Gänge einer Burg krabbelt, als tapferer Krieger gegen ein Heer aus Orks antritt, als Ritter eine Dame zum Tanze führt, auf der Brücke eines Raumschiffs taktische Überlegungen zum nächsten Wendemanöver plant, sich im London der 20er Jahre befindet und als Polizist „Jack the Ripper“ jagt...
So vielfältig wie das Leben und die Vorlagen aus Historie, Büchern, Filmen und Spielen sind, so breit gefächert sind auch die Settings, die beim LARP umgesetzt und bespielt werden.
    
LARP ist die Abkürzung für Live-Action-Role-Playing (englisch für Liverollenspiel) und es eröffnet die Möglichkeit, einfach einmal selbst in die Rolle eines Fantasyhelden oder einer Bauernmagd im späten Mittelalter zu schlüpfen. Seit über 20 Jahren wird dieses Hobby aktiv in Deutschland betrieben. Auf sogenannten Cons (von engl. Convention = Zusammentreffen) haben die Veranstalter zum Teil außergewöhnliche Locations wie Burgen, Industrieanlagen mit aufwendigen Bauten, Dekoration, Technikeffekten und in die Geschichte eingeweihten festen Rollen (NSCs) in atemberaubende Spielwelten verwandelt. Hier kann man nun mit einer passenden Rolle ein von zumeist ehrenamtlich organisierten Vereinen entworfenes Abenteuer lösen, eine eigene Welt erforschen und nette Mitspieler kennenlernen.

Mittlerweile gibt es allein in Deutschland jährlich mehr als 600 öffentlich ausgeschriebenen Veranstaltungen mit Teilnehmerzahlen zwischen 20 und 5000 Spielern. Die Zahl der aktiven Spieler liegt mit geschätzten 20.000 - 40.000 LARPern im europäischen Mittelfeld und zieht sich durch alle Alters- und Gesellschaftsgruppen. Neben den kreativen, handwerklichen und künstlerischen Möglichkeiten, die sich aus der Vorbereitung und der Betätigung im Liverollenspiel ergeben können (nähen, basteln, schreiben, schauspielern, organisieren...), liegt die Faszination des Hobbys sicherlich vor allem im eigentlichen Erlebnis. Jeder Teilnehmer ist Teil einer spannenden Geschichte, in der er durch eigene Handlungen den Ablauf bzw. den Ausgang des Spiels bestimmt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass im Umgang mit ungewöhnlichen und unerwarteten Situationen, gerade Teamfähigkeit, Kommunikation und das Finden von Lösungen aktiv gefördert und gefordert werden. Nicht zuletzt deswegen nehmen in Dänemark mittlerweile jährlich ungefähr 100.000 Kinder und Jugendliche an öffentlich geförderten Liverollenspielen teil.

Quelle: https://www.larp.net/was-ist-larp/

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BeitragVerfasst am: 21.02.2017 10:52    Titel: Re:


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